Castrop-Rauxel (energate) – Das Forschungsprojekt „H2Rollout“ untersucht das Brennverhalten von Flachflammenbrennern sowie deren Umstellung auf Wasserstoff. Diese Brenner kommen häufig in der Feuerverzinkung zum Einsatz. Das Feuerverzinkungsunternehmen Zinq stellt dem Vorhaben einen Kessel am Standort Castrop-Rauxel als Pilotanlage zur Verfügung. Ziel des Projekts ist es, ausschließlich Wasserstoff im Verzinkungsprojekt zu verwenden, teilte die Initiative „H2Raum“ mit. Dafür wird einer der verwendeten Flachflammenbrenner durch eine H2-Alternative ersetzt und in das bestehende System integriert.
Aufgrund des unterschiedlichen Brennverhaltens im Vergleich zu Erdgas müssen die Auswirkungen des Wasserstoff-Einsatzes untersucht werden, so H2Raum, beispielsweise der Einfluss auf den Gesamtwirkungsgrad. Ebenfalls ist die Westfälische Hochschule involviert. Prof. Martin Habermehl und sein Team begleiten den Probebetrieb, erfassen unter anderem Brennverhalten, Wassergehalt sowie die Stickoxide im Abgasstrom der Wasserstoffflamme. „Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Verbrennung durchgängig stabil bleibt und dass sie in den bestehenden Prozess integriert werden kann“, so Habermehl. Zink muss sich in einem gewissen Temperaturbereich bewegen. Deshalb kann Zinq bei der Transformation seiner Werke nicht auf Flexibilitäten setzen. Der Feuerverzinker lege große Hoffnungen in das Projekt, erklärte Robert Mill, Leiter der Anlagentechnik bei Zinq: „Es legt für uns das Fundament, um technisch vorbereitet zu sein, sobald die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Wasserstoff geschaffen sind.“ Schlussendlich seien aber auch regulatorische, infrastrukturelle und wirtschaftliche Voraussetzungen entscheidend. /sr


